Die zehn Gebote zur vorsorglichen Wartung eines Autoreifens

  1. Reifendruck sollte regelmäßig bei kalten Reifen kontrolliert werden (einschließlich Ersatzrad). Niemals Luft auffüllen oder ablassen, wenn der Reifen vom Fahren erhitzt ist, da der Luftdruck dann gewöhnlich ansteigt und so über dem empfohlenen Kaltreifendruck liegt.
  2. Der Reifen muss ersetzt werden, wenn dieser bis zu den Profilabnutzungsindikatoren (TWI) abgefahren ist, auch bei einer teilweisen Abnutzung.
  3. Kontrollieren Sie die Einstellungen des Autos regelmäßig und/oder beachten Sie Einflüsse der unregelmäßigen Abnutzung.
  4. Die Reifen regelmäßig und/oder wenn Vibrationen auftreten auswuchten.
  5. Wenn ein Platten auftreten sollte, kontrollieren Sie auch die Innenseite des Reifens und entfernen ggf. Gegenstände.
  6. Parken Sie niemals auf Ölflecken, Lösungsmittel, usw., weil diese Schäden verursachen können
  7. Halten Sie stets die Geschwindigkeitskennzahl und die Tragfähigkeitskennzahl ein.
  8. Radialreifen (auch neue) müssen immer auf die Hinterachse montiert werden; Winterreifen oder Reifen mit Spikes dürfen nur rundum montiert werden.
  9. Fahrstil und Geschwindigkeit wirken sich direkt auf die Lebensdauer der Reifen aus.
  10. Lassen Sie den allgemeinen Zustand Ihrer Reifen regelmäßig durch Ihren Fachhändler oder das Pirelli-Personal überprüfen.

Winterreifenpflicht

Bereits im Oktober jeden Jahres wird es Zeit, sich als Autofahrer mit dem Thema "Winterreifen" zu beschäftigen.

Vielleicht denken Sie, der Einsatz von Winterreifen lohnt erst ab dem ersten Schnee, vielleicht fühlen Sie sich sicher genug mit Ihren Sommerreifen, vielleicht wollen Sie Geld sparen, vielleicht wohnen Sie in einem schneearmen Gebiet - es gibt viele vermeintliche Gründe, warum man "gar nicht" oder "jetzt noch nicht" sein Auto mit M+S-Reifen ausrüstet.

Einige Argumente sollen unsicheren Autofahrern die Entscheidung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr erleichtern:

Moderne Winterreifen sind so konzipiert, dass sie nicht nur problemlose Fahrten bei Reifglätte und Schnee ermöglichen, sondern ihre besonderen Eigenschaften bereits bei Temperaturen ab 7° C zum Tragen kommen. Sommerreifen verlieren aufgrund ihrer Gummimischung bei niedrigen Temperaturen an Grip und Haftung, längere Bremswege sind die Folge -- auch auf trockenen oder nassen Straßenbelägen. Die Bremswege auf Schnee sind mit Winterreifen bis zu 20 Prozent kürzer als mit Sommerreifen. Bei Breitreifen setzt dieser Effekt sogar schon bei 10° C ein. Übrigens helfen da auch ABS, ESP oder TCS nicht, denn sie stellen lediglich elektronische Helfer dar. Winterreifen ersetzen sie nicht.

Winterreifen zeigen ihre Überlegenheit also nicht nur bei extremem Winterwetter, sie sind generell besser auf niedrige Temperaturen eingestellt. Ihre Gummimischung ist weicher, der hohe Anteil an Naturkautschuk bewirkt, dass die Pneus bei niedrigen Temperaturen nicht verhärten, sie haben somit mehr Haftung und sind Sommerreifen beim Brems-, Lenk- und Beschleunigungsverhalten weit überlegen.

Wichtig ist allerdings, dass die Winterreifen über eine ausreichende Profiltiefe verfügen. Liegt diese bei unter 4 mm, steigt die Aquaplaninggefahr deutlich an, die Traktions- und Bremskraftübertragung nehmen deutlich ab, die Fahreigenschaften erreichen nur noch Sommerreifenniveau.

Beachten Sie zum Thema "Winterprofil" auch unsere Pressemitteilung "Geeignete Bereifung: Gut beraten durch den Winter" vom 13.10.2006.

Doch zu langes Zögern kann nicht nur unnötige Ausrutscher auf glatten Straßen mit sich bringen, sondern auch lange Wartezeiten in der Werkstatt. Clevere Autofahrer vermeiden den obligatorischen Stau beim Reifenfachhändler. Wer frühzeitig einen Umrüsttermin vereinbart, hat - egal in welcher Reifengröße und Reifenmarke - noch die freie Auswahl, bevor der allgemeine Ansturm wieder zu Lieferengpässen bei M+S-Reifen, wie in früheren Jahren geschehen, vor allem in den gängigsten Größen führt. Wer möglichst früh Winterreifen kauft und montieren lässt, kann daher auch mit günstigen Komplettangeboten rechnen.

Autofahrer, die aufs Geld achten, sollten darüber hinaus bedenken, dass viele Versicherungen die vollständige Haftung im Schadenfall bei falscher Saison-Bereifung ablehnen. Ein Unfall bei winterlichen Straßenverhältnissen bedeutet dann nicht nur Ärger, sondern kann auch empfindlich ins Geld gehen! So heißt es in einem rechtskräftigen Urteil des Amtsgerichts Trier:

"Wird das nur mit Sommerreifen ausgestattete bevorrechtigte Kfz im Winter auf verschneiter Straße behindert und kommt es aufgrund eines Bremsvorgangs ins Schleudern, ist eine Mitverursacherquote von 20 Prozent anzunehmen."


Pirelli Run Flat: Perfektion dank Robotertechnologie

Seit einiger Zeit investiert und forscht die Autoindustrie an Systemen, die die Leistung des Reifens erhöhen und eine sichere Manövrierbarkeit des Fahrzeugs erlauben, auch dann, wenn der Reifen so viel Luft verliert, dass er buchstäblich 'platt läuft'. Mit wechselnden Mechanismen und Patenten haben sich die wichtigsten Reifenhersteller mit eingebracht, wobei noch vor wenigen Jahren viele Ideen und Vorschläge als nicht serientauglich verworfen wurden.

Das System der Run Flat-Reifen wurde konsequent weiterentwickelt und erobert einen wachsenden Markt. Pirelli unterstützt seit jeher eine Kombination aus maximalem Sicherheits- und Leistungsanspruch. So wurde bereits in den 70-er Jahren der 17-Zoll-Reifen Scorpion BK für den Extrem-Offroader Lamborghini LM002 entwickelt. Bis heute wurde diese Technologie Schritt für Schritt optimiert - stets mit dem Augenmerk auf jenes Pionierfahrzeug und die modernen SUVs in hohen und höchsten Leistungsvarianten, bei denen Pirelli eine weltweite Spitzenposition als Erstausrüster einnimmt.

Die optimale Grundlage für diesen High-Tech-Pannenschutz ist MIRS™, das modulare, integrierte robotergestützte Produktionssystem, ein von Pirelli entwickeltes Produktionsverfahren, das vollständig von Computern gesteuert wird und - unter der Endkontrolle des Menschen - ein Ergebnis aus höchster Qualität und Zuverlässigkeit garantiert. Zu den MIRS™- Reifen gehören Pirellis Run Flat-Reifen, die exklusiv mit diesem System produziert werden, das mit hohen Investitionen in Europa und den USA aufgebaut wurde.

Pirelli Run Flat -Reifen haben eine optimierte Struktur und eine Produktionskontinuität, welche die weltweit agierenden Autohersteller durch zunehmende Größenvariationen und verschiedenste Fahrzeugeigenschaften heute fordern. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Fahrzeuge verursacht höhere Gewichte und Geschwindigkeiten. Diesen gestiegenen technischen Anforderungen versucht Pirelli gerecht zu werden.

Es ist kein Zufall, dass die Gesamtnachfrage nach Run Flats in Erstausrüstung und Ersatzmarkt in Europa und Nordamerika von 2000 bis 2004 um 7% zugenommen hat. Im Zuge dieser Entwicklung hat Pirelli seinen Marktanteil in Europa auf knapp 20% ausgebaut. Ein Großteil entfiel dabei auf Reifen, die durch den Einsatz neuer Verstärkungsmaterialien von höherer Festigkeit ständig weiter entwickelt wurden. In den letzten Jahren hat die Anzahl der Homologationen in den Dimensionen 16-18 Zoll so stark zugenommen, so dass damit die Grundlage für den Einstieg in das Run Flat -UHP-Segment mit 19- und 20-Zoll-Reifen bei 35er und 30er Querschnittverhältnissen gelegt wurde. Die Pirelli Produktpalette umfasst denn auch Sommer-, Ganzjahres- und Winterreifen in Run Flat -Ausführung. Nunmehr präsentiert Pirelli den ersten Run Flat für SUVs, der in Kürze serienreif sein wird.


Nachträgliche Behandlung von Rädern

Aufgrund mehrerer Anfragen folgender Hinweis:

Eine nachträgliche mechanische Bearbeitung und/oder thermische Behandlung ist nicht zulässig. Ein solches Rad entspricht nicht mehr der geprüften Version und führt bei Montage auf einem Fahrzeug zum Erlöschen der Betriebserlaubnis